FIS Snowboardweltcup – Premiere in Lackenhof

Januar 10, 2018 4:51 pm
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Mehr als 80 Helfer waren in den vergangenen Tagen rund um die Uhr im Einsatz und es zahlte sich aus. „Wir haben rundum positive Reaktionen erhalten – von den Coaches, den Läufern und den Zuschauern. Die Piste hätte nicht besser sein können – und das, obwohl es in den letzten vier Tagen vor den Bewerben dauernd geregnet hat“, bilanzierte OK-Chefin Michaela Dorfmeister zufrieden nach dem FIS Snowboard Weltcup in Lackenhof am Ötscher. Für die Organisation gab es ausschließlich Bestnoten von Trainern und Athleten. „Der Snowboard-Weltcup in Lackenhof am Ötscher war extrem gut organisiert. Danke an Michi Dorfmeister und ihr Team“, betonte Christian Galler, der sportliche Leiter des ÖSV-Snowboard-Teams, bei der Siegerehrung. Als Dankeschön übergab er eine ÖSV-Snowboard-Jacke an die OK-Chefin. „Es sind super Bilder von Lackenhof und Niederösterreich in die Welt gegangen. Wir haben großartigen und fairen Sport erlebt. Ich bin stolz auf das große Helferteam, das ausgezeichnete Arbeit geleistet hat“, so Michaela Dorfmeister. Ötscherlifte-Geschäftsführer Andreas Buder ergänzte: „Es war eine mehr als gelungene Premiere und ein enormer Prestige- und Imagegewinn für Lackenhof am Ötscher. Die strahlenden Gesichter der Athleten und die positiven Rückmeldungen der Trainer sind für uns als Veranstalter das größte Lob.“ In der Nacht auf Samstag war es deutlich kälter geworden, die selektive Distelpiste bot sich wie am Freitag im perfekten Zustand. 700 Fans sorgten für Stimmung im Zielgelände, 1.800 Gäste verfolgten das Snowboard-Spektakel auf den Pisten.

Sportlich stand das Comeback des 32-jährigen Niederösterreichers Benjamin Karl im Mittelpunkt. Nur vier Wochen nach seinem Knöchelbruch schied er als 17. in der Qualifikation denkbar knapp aus, bloß 18 Hundertstel fehlten aufs Finale. „Der 17. Platz ist der undankbarste Rang, den man sich vorstellen kann. Ich bin aber nicht über die Platzierung enttäuscht, sondern darüber, dass ich meine Verletzung noch nicht vollständig ausblenden konnte. Das war eine zu große mentale Hürde.“ Er sei aber froh, das Comeback bei seinem Heimrennen gewagt zu haben: „Der Weltcup in Lackenhof ist echt lässig, die Organisation und die Pisten sind top. Das haben mir auch viele KollegInnen bestätigt.“ Nun gelte es, in Hinblick auf Olympia in Südkorea den vollen Fokus auf Training und Rehabilitation zu setzen. „In zwei Wochen wird die Verletzung besser verheilt sein und ich kann dann mit mehr Sicherheit an den Start gehen. Das ÖSV-Trainerteam steht hinter mir, auch das gibt mir Rückhalt.“

Bei den Fans sammelte Benjamin Karl viele Sympathiepunkte. Denn trotz des enttäuschenden Ergebnisses nahm er sich im Zielraum ausgiebig Zeit für Interviews und Erinnerungsfotos. „Benni ist ein toller Athlet. Das wichtigste ist seine Gesundheit“, streute auch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner dem Snowboard-Aushängeschild Niederösterreichs Rosen.

Auf der mit vielen Übergängen gespickten Distelpiste in Lackenhof bestätigten die beiden Weltcupführenden ihre Ausnahmeform: Der Schweizer Nevin Galmarini gewann den packenden Finallauf um eine Hundertstel vor dem Slowenen Rok Marguc, das kleine Finale entschied der starke ÖSV-Athlet Alexander Payer im Duell mit Zan Kosir (Slowenien) für sich. Sebastian Kislinger wurde 8., Andreas Prommegger 13. und Lukas Mathies 16.

Bei den Damen dominierte Ester Ledecka vom ersten Quali-Lauf an den Bewerb. Im Finallauf schlug die auch im alpinen Weltcup startende Tschechin die Burgenländerin Julia Dujmovits, die ein Fanklub aus Burgenland nach Lackenhof begleitete. Die Plätze drei und vier belegten Ladina Jenny (Schweiz) und Ekaterina Tudegesheva (Russland). Die Platzierungen der weiteren Österreicherinnen: Ina Meschik (11.) und Claudia Riegler (12.).

Möglich wurde das Snowboard-Weltcup-Comeback durch eine gemeinsame Kraftanstrengung von SPORT.LAND.Niederösterreich, ÖSV, den Ötscherliften, dem Tourismusverband, der Gemeinde und den regionalen Partnern und Sponsoren. OK-Chefin Michaela Dorfmeister und Ötscherlift-Geschäftsführer Andreas Buder – beides selbst weltcup-erprobte Alpin-Asse – stellten die Weichen für das Großevent und scharten ein großes, ehrenamtliches Helferteam um sich. Zum Auftaktbewerb am Freitag kam viel Politprominenz, neben Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Sportlandesrätin Petra Bohuslav auch Ex-Sozialminister und Wahl-Lackenhofer Rudolf Hundstorfer.

 

 


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